Chronik

Chronik zum 100-jährigen Vereinsjubiläum
des Sozialdienstes katholischer Frauen Bocholt e. V.

 

1913   
Am 03. November gründen Bocholter Frauen den „Katholischen Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“.
Vorausgehende vorbereitende Korrespondenz zwischen Agnes Fischer und Agnes Neuhaus (Gründerin des Gesamtvereins) liegt uns bereits seit dem 19. März 1911 vor. Der Verein stellt sich zur Aufgabe, aus christlicher Gesinnung zum „Schutz und Rettung sittlich gefährdeter und gefallener Mädchen und Frauen, sowie der misshandelten, gefährdeten und verwahrlosten Jugend“ einzutreten. Den ersten Vorsitz übernimmt Adelheid Fischer. Es gilt die Satzung, die die katholischen Fürsorgevereine auf ihrer Generalversammlung am 18.10.1907 in Düsseldorf verabschiedet haben und die am 17.10.1913 auf der Generalversammlung in Wiesbaden revidiert wurde.

1914
Der Verein wird erstmalig im Bocholter Kirchenkalender unter „Caritative Vereine“ erwähnt. Am 08. Mai berichtet das Bocholter Volksblatt in einem Artikel über eine Versammlung des Katholischen Fürsorgevereins. In einen „Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten“ der Stadt Bocholt für die Jahre 1914, 1915, 1916, 1917, 1918 (1. April 1914 bis 31. März 1919) sind für den genannten Zeitraum jeweils kurzgefasste Jahresberichte über die Aufgaben und Aktivitäten des Vereins aufgelistet.

1916
Agnes Fischer, die Schwägerin der Adelheid Fischer (Frau Rudolf Fischer, Friedenstraße 6), übernimmt den Vorsitz der Ortsgruppe Bocholt. Ihre verwandtschaftliche Nähe zu Agens Neuhaus (sie sind Cousinen), der Gründerin und 1. Vorsitzenden des Deutschen Fürsorgevereins mit der Zentrale in Dortmund, bringt dem Verein starken Auftrieb.

1918
Unter dem Vorsitz von Agnes Fischer richtet der Verein ein Büro ein und schafft ein Vorasyl im St. Josefhaus an der Karolingerstraße. Das Vorasyl ist eine Unterkunft für „sittlich gefährdetet obdachlose Mädchen und Frauen“.

1920
Die Zentrale in Dortmund bietet Lehrgänge zur Schulung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen an, an denen einige Mitglieder der Ortsgruppe teilnehmen. In den Lehrgängen werden hauptberufliche Fürsorgerinnen und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen geschult.

1922
Durch das Inkrafttreten des Reisjugendwohlfahrtsgesetzes wachsen die Aufgaben des Vereins beträchtlich an. Am Zustandekommen dieses Gesetzes ist Agnes Neuhaus erheblich beteiligt. Sie ist Mitglied des Reichstages in Berlin.

1923
Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit von Maria Schmid.

1924
Am 1. April erfolgt die Anstellung der ersten hauptberuflichen Mitarbeiterin Maria Schmid als Hilfsfürsorgerin.

1926
Regelmäßige Sprechstunden und „kostenlose Raterteilung“ montags und freitags von 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr im Lehrerzimmer der Schule Altstadt, Langenbergstraße.

1927
Ausweitung des Beratungsangebotes auf telefonische Beratung unter der Nummer 3195.

1928
Die Studienrätin Berta Wilbrand wird als Mitarbeiterin gewonnen. Ihre fachliche Schulung erfolgt gemeinsam mit der von Frau Schmid in der Zentrale in Dortmund.

1929
Am 10. Juli beauftragt die Mitgliederversammlung den Vorstand, den Verein zur Eintragung in das Vereinsregister anzumelden. Am 28. September 1931 erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister beim Preußischen Amtsgericht Bocholt unter Nr. 71, veröffentlicht im „Öffentlichen Anzeiger“, Beilage zum Amtsblatt der Preußischen Regierung Münster. Der damalige unterzeichnende Vorstand bestand aus Agnes Fischer (Vorsitzende), Christel Joerling (stellvertretende Vorsitzende), Lina Busch, Maria Beckmann (Beisitzerinnen).

1933
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird die Arbeit der kirchlichen Organisationen systematisch abgebaut. Wenn am Anfang noch Zuschüsse aus öffentlichen Geldern an den Verein fließen, so wird wenig später die Arbeit durch Schikanen künstlich erschwert.

1935
In einer Mitgliederversammlung am 09. September 1935 beschließt die Versammlung eine Satzungsänderung bezüglich des Zwecks des Vereins.

1938
Eine Verfügung des Reichs- und Preußischen Ministers für die kirchlichen Angelegenheiten untersagt dem Verein, die Bezeichnung „Ortsgruppe“ zu führen. Am 14. März 1938 beschließt die Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung und heißt nun nicht mehr „Ortsgruppe Bocholt“, sondern „Zweig Bocholt“. Der Begriff „Ortsgruppe“ ist von der NSDAP belegt.

1939
Mit Ausbruch des Krieges wir die Arbeit so erschwert, dass ein regelmäßiges Arbeiten nicht mehr möglich ist. Es muss befürchtet werden, dass die Nationalsozialisten den Verein auflösen und das Vereinsvermögen beschlagnahmen.

1940
Die Mitgliederversammlung beschließt deshalb am 06. Dezember eine Satzungsänderung in der im Falle einer Auflösung des Vereins der Verbleib des Vermögens geregelt wird. Danach soll das Vermögen ggf. dem Bistum Münster übereignet werden mit der Auflage, das Geld für caritative Zwecke zu verwenden. Die Fürsorgerin Frau Schmid wird verpflichtet, halbtags bei der Stadtverwaltung Bocholt im Jugendamt zu arbeiten.

1945
Bis zum Ende des Krieges ist geregeltes Arbeiten des Vereins nicht möglich. Trotz des Verbotes und Schikanen seitens der Nationalsozialisten wird die Betreuung durch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen inoffiziell fortgesetzt. Offizielle Schreiben oder Aktennotizen werden aus Gründen der persönlichen Sicherheit nicht abgefasst, wichtige Informationen von Mund zu Mund weitergetragen. Versammlungen werden nicht abgehalten. Jegliche Form der Aktivität läuft über Agnes Fischer.

Im März 1945 verliert der Verein bei einem Bombenangriff auf Bocholt seine Büroeinrichtung und das Vorasyl im St. Josefhaus. Dank der Zielstrebigkeit von Agnes Fischer kann jedoch bald darauf ein neues Büro und ein Zimmer als Vorasyl im Haus von Christine Passerschröer, die bereits seit 1927 ehrenamtlich tätig ist und in dem Verein prägend gewirkt hat, in der Lothringerstraße 9, eingerichtet werden.

1946
Der Verein besteht nur noch aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen:
Agnes Fischer, Elisabeth Alff, Elisabeth Beckmann, Christine Passerschröer, Elisabeth Kleffner, Frau Dr. von Laak, Maria Nienhaus, Maria Beckmann, Berta Wilbrand, Luise Westerhoff, Therese Fisser, Flore Feldhaus und als geistlicher Beirat Kaplan Hackfurth.

1947
Bei der Konferenz am 27.01.1947 beschließen die Anwesenden, an den Kirchentüren und sonstigen geeigneten Gebäuden Schilder des Vereins anzubringen, da der Verein der Bevölkerung zu wenig bekannt ist. Am 27. November wollen Frau Passerschröer und Frau Feldhaus Feststellungen beim Amtsgericht anhand von Vormundschaftsakten treffen, zur Wiederaufarbeitung der Akten des Vereins, die beim Großangriff auf Bocholt vernichtet wurden.

1948
In der Konferenz am 25.02.1948 wird die Notwendigkeit einer Telefonanlage besprochen. Am 02.09.1948 verstirbt im Alter von 75 Jahren Agnes Fischer. Von da an übernimmt Berta Wilbrand (geb. 04.07.1898), die bereits seit 1928 ehrenamtlich tätig ist, den Vorsitz des Vereins.
Auf der Mitgliederversammlung am 24. September wird eine Satzungsänderung beschlossen, wonach der Vorstand von drei auf fünf Mitglieder erweitert wird. Zur ersten Vorsitzenden wird Berta Wilbrand gewählt.
Im Oktober 1948 wird Annemarie Kerstholt als hauptberufliche Fürsorgerin eingestellt. Sie ist bis zum 01.04.1951 für den Verein tätig.

1950
Im Mai 1950 beginnt Angela Schaminet ihre Tätigkeit beim „Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“ in Bocholt. Im Juli eröffnet der Verein ein Wohnheim für Mädchen am Nordwall. Es nennt sich „Gerburgisheim“. Als im Laufe der Zeit Bewohnerinnen schwanger werden, wird ein Teil des Heims zum Mutter-Kind-Wohnheim umgerüstet. Bei den Räumlichkeiten handelt es sich das Dachgeschoss des Hauses der Schwestern von Dritten Orden Nordwall 35. In ihrem Hause ist auch das Büro der Außenfürsorge untergebracht.

Ab November 1950 übernimmt Paula Ebbet die Leitung des Gerburgisheims. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Männerfürsorgevereins werden von der hauptberuflichen Mitarbeiterin des Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder beraten und betreut.

1952
Im Mai wird Annegret Vahnenbruck als Fürsorgerin eingestellt. Sie arbeitet bis November 1958 für den Fürsorgeverein.

1954
Im Februar stellt der Verein Luise Fey aushilfsweise ein.

1955
Dem Verein wir durch das Finanzamt Borken der Status Gemeinnützigkeit zuerkannt.

1956
Ab Juli übernimmt Frau Fey hauptberuflich als Fürsorgerin die Betreuung von aus der sowjetisch besetzten Zone geflohenen Jugendlichen. Sie arbeitet in diesem Bereich bis Ende Oktober 1961.

1957
Zu Ostern erfolgt der Umzug der Außenfürsorge in das neue Büro in der Nobelstraße 6. Am 13. Juni wird das Gerburgisheim in der Nordallee, jetzt Adenauerallee eingeweiht. Die Leitung hat nach wie vor Paula Ebbert. Es handelt sich bei dem Gebäude um eine alte Villa, die das verstorbene Bocholter Ehepaar Joerling der Kirchengemeinde Liebfrauen (Pastor Dülmer) vermacht hatte. Es war ursprünglich als Priestererholungsheim gedacht, wird aber nach einem Umbau dem Fürsorgeverein zur Verfügung gestellt.

1959
Am 15. April wird Elisabeth Alff als Fürsorgerin eingestellt. Der Verein teilt die Arbeit des „Allgemeinen Sozialen Dienstes“ in Bocholt in zwei Bezirke ein. Die Trennung bildet die Kaiser-Wilhelm-Straße. Die beiden Bezirke erstrecken sich von Rhedebrügge bis Anholt. Alle Wege müssen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden.
Der Verein übernimmt Delegationsaufgaben des Jugendamtes, Vormundschafts- und Pflegschaftsaufgaben und die Betreuung von SBZ-Flüchtlingen.

1962
Am 01.01.1962 wird Erika Kleine-Rüschkamp als hauptberufliche Sozialarbeiterin angestellt und übernimmt mit Frau Fey die Arbeit mit Jugendlichen aus der SBZ für zwei Jahre.

1964
In der Mitgliederversammlung am 26. Februar wird Erika Kleine-Rüschkamp zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

1968
Der Verein wird umbenannt. Der neue offizielle Name lautet seit dem 30.10.1968 bundesweit: „Sozialdienst katholischer Frauen Ortsgruppe Bocholt“

1970
Mechtild Dähling übernimmt am 01. Juli die Verwaltungsaufgaben für den Verein als Halbtagskraft.  Sie arbeitet in diesem Bereich bis Oktober 1987. Am 15. Oktober beginnt die Planung eines Neubaus des Gerburgisheims am Bönninghausenweg. Träger der Baumaßnahme ist der „Trägerverein Gerburgisheim e. V. unter dem Vorsitz von Erika Kleine-Rüschkamp.
Wirtschaftliche Erwägungen lassen es zweckmäßig erscheinen, einen Neubau zu erstellen. Das in der Trägerschaft des SkF stehende Gerburgisheim und das Kinderheim des Caritasverbandes Diepenbrockheim werden zusammengelegt. Die Stadt Bocholt zeigt Interesse an dem neuen Projekt und stellt das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung. Als Mitglieder treten dem Trägerverein Sozialdienste katholischer Frauen und Männer, die katholischen Kirchengemeinden in Bocholt und der Caritasverband bei.

1974
Am 01. Februar triff Erika Kleine-Rüschkamp erneut als hauptamtliche Mitarbeiterin in die Dienste des SkF. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich Vormundschaften und Pflegschaften. Mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes werden am 19. November Frau Wilbrand und Frau Passerschröer ausgezeichnet.

1977
Zum 1. Januar übernimmt der Caritasverband Bocholt die Trägerschaft des Gerburgisheimes. Der Verein erhält Anerkennung als Adoptionsvermittlungsstelle und kann am 01. August die Sozialarbeiterin Gisela de Weger für diese Tätigkeit anstellen.
Am 30. November erfolgt der Anschluss des SkF als Fachverband an den Deutschen Caritasverband.
Mit den Inkrafttreten des neugefassten §218 StGB kommen neue Aufgaben auf den Verein zu.

1979
Der SkF erhält die Anerkennung als Konfliktberatungsstelle für schwangere Frauen gemäß § 218 StGB.

1982
Im März wird in den Kellerräumen des Gerburgisheimes der „Babykorb“ eröffnet. Hier werden aus Spenden stammende Baby- und Kleinkinderkleidung, Umstandskleidung, Kinderwagen, Betten u. ä. an hilfsbedürftige Kinder, Frauen und Familien kostenlos abgegeben.
Im November wird Elisabeth Beckmann für langjährige ehrenamtliche Mitarbeit in der Ortsgruppe Bocholt die Agnes-Neuhaus-Medaille verliehen.

1986
Im Februar finden Vorstandswahlen statt. Elisabeth Beckmann scheidet nach langjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand aus und Gertrud Schlensok wir von der Mitgliederversammlung in den Vorstand gewählt. Die langjährige Vorsitzende  Änne Müller kandidiert nicht mehr als erste Vorsitzende. Der neue Vorstand bestimmt Gertrud Schlensok zur ersten Vorsitzenden.

1987
Ende September scheidet Mechtild Dähling wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem hauptberuflichen Dienst des SkF aus.

1988
Im Februar erfolgt der Umzug des „Babykorbs“ aus dem Keller des Gerburgisheims in die Kellerräume der Fildekenschule.
Im Oktober findet erstmals der „Offene Treff“ (heute „LichtBlick“, ein niedrigschwelliges offenes Angebot für psychisch kranke Frauen und Männer) in den Räumen der Innungskrankenkasse statt.
Im November ist die Zahl der hauptberuflichen Mitarbeiter auf mittlerweile sieben angewachsen.
Am 13. November 1988 wir der SKF Bocholt 75 Jahre alt.

1989
Im März feiert der SkF-Ortsverband sein 75-jähriges Jubiläum im Pfarrheim St.-Georg.
Petra Hülshoff, Fachreferentin für Psychisch Kranke bei der Bundeszentrale in Dortmund, hält den Festvortrag zu bevorstehenden Novellierung des Pflegschafts- und Vormundschaftsrecht, dem Betreuungsrecht (BtG).
Im Herbst verlässt uns unser langjähriger geistlicher Beirat Pater Heinz Lücker. Im November wird die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in Bocholt zum Thema „Wohnraumbeschaffung für benachteiligte Menschen“ gegründet.

1990
Im Frühjahr kann Ulrich Franke als geistlicher Beirat gewonnen werden. Angela Schaminet und Hedwig Sackers stellen sich nicht mehr für die Vorstandswahl zur Verfügung.
Im Mai werden als Nachfolgerinnen Erica Kleine-Rüschkamp und Irmgar Hellerhoff gewählt.
Zum 31. Dezember beendet Erica Kleine-Rüschkamp nach 28 Jahren ihre hauptberufliche Tätigkeit beim Sozialdienst katholischer Frauen.

1991
Am 1. April wird die „Geschäftsführung“ mit einen Kontingent von 19,25 Wochenstunden eingerichtet; diese Stelle wird mit Ute Cappenberg besetzt.
Am 01. Juli erhält der SkF vom Kreis Borken den Auftrag „Betreutes Wohnen für psychisch Kranke“ einzurichten.
Am 26. November stirbt Angela Schaminet.

1992
Das Betreuungsgesetz (BtG) tritt in Kraft. Durch die Gesetzesänderung wird der SkF „Anerkannter Betreuungsverein“.
Im Gesamtverein scheidet die langjährige Generalsekretärin Dr. Monika Pankoke-Schenk aus. Ihre Nachfolgerin wird Annelie Windheuser.

1993
Im August zieht der „Babykorb“ von der Fildekenschule zur Berufsbildenden Schule auf der Schwanenstraße.

1994
Am 16. Februar begrüßt der SkF die Generalsekretärin Annelie Windheuser im Rahmen der „Konferenz“, an der zahlreiche Vereinsmitglieder und hauptamtliche Mitarbeiterinnen teilnehmen.  Zum 31. März wechselt die Geschäftsführerin Ute Cappenberg zum Diözesancaritasverband nach Münster. Sie wird dort Diözesanreferentin für den Fachdienst „Betreuungen“.
Anlässlich einer Visitation im Dekanat Bocholt besucht Herr Weihbischof Demming den SkF-Ortsverein am 09. August.

Am 30. August wir das Wohnhaus für Alleinerziehende und deren Kinder in der Hildegardisstraße eingeweiht. Dieses Wohnhaus ist ein kleiner Mosaikstein in dem langjährigen Bemühen des Arbeitskreises „Wohnraumbeschaffung für benachteiligte Menschen“. In diesem Wohnhaus befinden sich fünf Wohnungen. Eine weitere Wohnung wird für verschiedene offene Angebote für Alleinerziehende der drei Trägerverbände genutzt (Caritasverband für das Dekanat Bocholt, Sozialdienst katholischer Männer, Sozialdienst katholsicher Frauen).

Am 28. September wird ein neuer Vorstand gewählt.
Änne Müller, Franziska Hoppmann und Erica Kleine-Rüschkamp scheiden nach langjähriger Vorstandstätigkeit aus.
Bestätigt werden die 1. und 2. Vorsitzende Gertrud Schlensok und Irmgard Hellerhoff. Neu in den Vorstand gewählt werden Hella Seidenstücker, Maria Schröer und Rafaele Bollmann.

Zum 1. Oktober beginnt Angelika Nordmann als Geschäftsführerin im Sozialdienst katholischer Frauen.

1995
Zum 01. Januar werden Büroräume am St. Georgsplatz 17 für die Auslagerung des Betreuungsvereins angemietet. Im Betreuungsbereich wird eine zweite Planstelle und eine halbe Verwaltungsstelle eingerichtet. Im Frühjahr wird die Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine im Kreis Borken gegründet. Teilnehmende Betreuungsvereine sind: Sozialdienst katholischer Frauen Ahaus-Vreden e. V., Sozialdienst katholischer Frauen Bocholt e. V., Arbeiterwohlfahrt Bocholt, Betreuungsverein Gronau und Umgebung e. V., Lebenshilfe Borken e. V.. Sprecherin dieses Gremiums ist die Geschäftsführerin des SkF Bocholt Angelika Nordmann-Engin.

Im Mai nimmt der „Arbeiterinnenheim e. V.“ Gespräche über eine mögliche Weiterführung der Arbeit des Hospizes mit dem Caritasverband und dem SkF auf. Ergebnis dieser Verhandlungen ist die Anmietung einer Wohnung in der Königsstraße 1 in Bocholt, in welcher zwei junge Frauen vom SkF weiterbetreut werden.
Im Frühsommer wird Pfarrer Karl-Heinz Wielens, St. Bernhard Lowick, geistlicher Beirat des Vereins.
Im September wird Angelika Nordmann-Engin  als stellvertretende Sprecherin der Geschäftsführerkonferenz der Fachverbände in der Diözese Münster gewählt. Gleichzeitig wird sie Mitglied im Diözesanvorstand der  „Arbeitsgemeinschaft des SkF in der Diözese Münster“ und Mitglied des Zentralrates des Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein.
Am 05. November stirbt unsere Ehrenvorsitzende Berta Wilbrand in Münster.

1996
Im Sommer besichtigen die Mitglieder sowie die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen des Verbandes die Behindertenwerkstätten „Karthaus“, eine Einrichtung der SkF Bundeszentrale Dortmund, in Dülmen.
Am 28. August bilden die drei katholischen Verbände Caritasverband, Sozialdienst katholischer Männer und Sozialdienst katholischer Frauen einen Trägerverbund im Bereich der Jugendhilfe. Geplant ist ein gemeinsames Beratungsangebot in Isselburg.
Im Oktober tritt der Kreis Borken auf den SkF zu mit der Bitte, eine dritte Stelle im Betreuungsverein einzurichten.

1997
Am 07. Januar starten die drei katholischen Verbände mit dem „Sozialdienst für Isselburg“ im katholischen Pfarrhaus, Münsterdeich 1 in Isselburg.
Am 05. März findet ein gemeinsamer Klausurtag mit Vorstand, Geschäftsführung und MitarbeiterInnen im Haus Aspel unter der Moderation von Dr. Mechtild Geller, SkF Zentrale Dortmund, zum Thema „Selbstverständis des SkF“ statt. Im Betreuungsverein wird die dritte Sozialarbeiterinnenstelle besetzt.
Im Juli findet der Offene Treff für Frauen und Männer in und nach einer Lebenskrise „Lichtblick“, erstmals im „Haus vom Guten Hirten“, Karolingerstraße 65 in Bocholt statt.
Im November feiern vier Mitarbeiterinnen ihre Dienstjubiläen:
Margret Robers, Dipl. Sozialarbeiterin, 20 Jahre
Gisela de Weger, Dipl. Sozialarbeiterin, 20 Jahre
Anne Lodewick, Dipl. Sozialarbeiterin, 10 Jahre
Margret Schiwek, Verwaltungsangestellte, 10 Jahre.
In einer vereinsinternen Feierstunde dankt der Vorstand für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

1998
Am 11. März verabschiedet der SkF-Zentralrat in Bensberg die neue Gesamt- und Ortsvereinssatzung.

Am 13. November wird der Sozialdienst katholischer Frauen Bocholt e. V. 85 Jahre. Am 08. November feiert der SkF Bocholt sein 85-jähriges Jubiläum. In der St. Georgs-Kirche findet ein Festgottesdienst statt mit anschließendem Empfang und Festakt im Historischen Rathaus. Den Festvortrag hält die Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen Maria Elisabeth Thoma. Zu diesem Ereignis wird eine Festschrift erarbeitet.

Im September beginnt die intensive Suche nach neuen Büro- und Beratungsräumen, da die Raumsituation im Kolpinghaus für die drei caritativen Verbände in Bocholt nicht mehr tragbar ist.

Am 10. November findet die erste gemeinsame Klausur der GeschäftsführerInnen der Ortscaritasverbände, Sozialdienst katholischer Frauen und Sozialdienst Katholischer Männer in der Diözese Münster in Bad Waldliesborn statt.

In der Mitgliederversammlung am 24. November 1998 werden Maria Schröer, Rafaele Bollmann  und Gertrud Schlensok in den Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernimmt Maria Schröer, stellvertretende Vorsitzende wird Rafaele Bollmann und Beisitzerin Gertrud Schlensok.

Im Verband sind 13 hauptberufliche Fachkräfte und 3 Honorarkräfte beschäftigt.

1999
Im Februar wird der neue Mietvertrag geschlossen und mit den Renovierungsarbeiten in der Crispinusstraße 9, 46399 Bocholt, begonnen.

Am 01. April zieht der SkF Bocholt mit seiner Geschäftsstelle und allen Fachdiensten in die neuen Räume ein. Der Standort des Betreuungsverein und des Ambulant betreuten Wohnens am St.Georgs-Platz wird aufgegeben.  Inzwischen ist der Verband auf 15 hauptberufliche Mitarbeiterinnen angewachsen.  Alle Mitarbeiterinnen des Vereins erhalten in den neuen Räumlichkeiten einen eigenen PC mit Internetzugang und E-Mail-Account.

Am 06. Juni feiern wir das 25-jährige Priesterjubiläum unseres Geistlichen Beirates Karl-Heinz Wielens in St. Bernhard in Lowick.

Im Juli beginnen wir mit der Umsetzung des SkF-Erscheinungsbildes, in dem wir für alle Fachbereiche einen eigenen Flyer entwickeln.

Am 11. August werden die neuen Räume in der Crispinusstraße feierlich eingeweiht. Den Festvortrag hält Frau Prof. Dr. Veronika Kirchner aus Münster. Die Einweihungsfeier wurde für eine halbe Stunde unterbrochen, um allen Anwesenden die Gelegenheit zu geben, die Sonnenfinsternis zu beobachten. Hierfür werden den Gästen entsprechende Schutzbrillen ausgeteilt.

2000
Bestimmendes Thema in diesem Jahr ist die Diskussion um den Verbleib der katholischen Beratungsstellen in der staatlich anerkannten Konfliktberatung nach den §§ 218a/219 StGB.

Am 18. August feiert der SkF sein erstes Sommerfest mit allen hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und deren Familien, allen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, den Mitgliedern und alle am SkF Interessierten am Kreuzkapellenweg in Spork.

Am 04. November findet die erste „Dankeschönveranstaltung“ für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer im Kreis Borken unter Mitwirkung der „Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine im Kreis Borken“ und der Betreuungsbehörden des Kreises Borken und der Stadt Bocholt statt.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wird am 18. November das NeuHaus – Bundeszentrale des Sozialdienstes katholischer Frauen in Dortmund – eingeweiht.

Am 26. November feiert der SkF Ahaus sein 75-jähriges Vereinsjubiläum.

Die letzte Schwangerschaftskonfliktberatung mit Ausstellung des Beratungsnachweises findet in Bocholt am 29. Dezember statt.

2001
In den ersten Monaten sind in sind die Geschäftsführerin und die Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsberatung intensiv mit der Neuorientierung des Fachdienstes beschäftigt. In Bocholt kristallisiert sich sehr schnell heraus, dass die Sexualpädagogik einen neuen Arbeitsschwerpunkt in der Schwangerschaftsberatung im SkF Bocholt darstellen wird. Im Sommer wird Dank der finanziellen Unterstützung der St. Agnes-Stiftung eine zusätzliche Stelle geschaffen.

Am 17. August feiern wir das zweite SkF Sommerfest.

2002
Am 12. Juli findet das dritte Sommerfest des SkF am Kreuzkapellenweg in Spork statt.

Im Juli teilt der Diözesancaritasverband Münster mit, dass das Bischöfliche Generalvikariat keine Einwände gegen die Mustersatzung für die Ortsvereine des SkF mehr hat.

Im August nehmen der SkF Kleve und der SkF Bocholt im Kontext der Haager Konvention  Gespräche zur Gründung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlung auf. Gleichzeitig wird zwischen beiden Verbänden die Absprache getroffen, dass die Geschäftsführerin des SkF Bocholt, Angelika Nordmann-Engin, im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages, ab Januar 2003 auch in Kleve die Geschäftsführung wahrnimmt.

In der Mitgliederversammlung am 19. November wird die neue Satzung beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt. Maria Schröer wurde in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt, Rafaele Bollmann ist weiterhin stellvertretende Vorsitzende und Kassenführerin und neu wird Brigitte Benning als Schriftführerin in den Vorstand gewählt. Gertrud Schlensok steht für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung.

Am 23. November feiert die „Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine im Kreis Borken“, die Betreuungsbehörde des Kreises und der Betreuungsbehörde der Stadt Bocholt im Stadttheater Bocholt „10 Jahre BtG“.

Am 05. Dezember wird Frau Schlensok als langjährige Vorsitzende verabschiedet. Den Gottesdienst zelebriert Domkapitular Dieter Geerlings. Die Diözesanvorsitzende, Freifrau Paula von Ketteler, spricht die Laudatio.

2003
Am 13. Mai feiert die Diözese Münster mit dem Bischof Dr. Reinhard Lettmann das Jubiläum „25 Jahre Schwangerschaftsberatung“ in Diözese Münster.

Am 26. Juni weiht der SkF den neuen Babykorb in der Nordstraße 58, Bocholt ein. Die Einsegnung erfolgt durch Pfarrer Karl-Heinz Wielens in seiner Funktion als geistlicher Beirat.

Am 22. Juli wird der Dechant Udo Diepenbrock in Bocholt verabschiedet. Er übernimmt die Leitung der Gemeinde St. Pankratius in Gescher.

2004
Über das Jahr hinweg beschäftigt sich der SkF mit der konzeptionellen Erarbeitung des niederschwelligen Beratungsangebotes „Beratungsladen & Café – BeLa“.

In diesem Kontext findet am 06. Juli zur Umsetzung der Pläne eine „Zukunftswerkstatt“ mit Frau Jachmann-Willmer und Herrn Briefs (Referent/in der Diözese Münster) mit allen Mitarbeiterinnen und dem Vorstand in der SkF Geschäftsstelle in der Crispinusstraße statt.

Im Juli befassen wir uns erstmals mit dem Thema „Babybedenkzeit / Elternpraktikum“ im Rahmen der Sexualpädagogik.

Am 15. November feiert die Schwangerschaftsberatung des SkF Bocholt ihr 25-jähriges Jubiläum.

Ende des Jahres legt Angelika Nordmann-Engin aufgrund der SkF-Satzungsänderungen auf Bundes- und Diözesanebene  alle Ämter auf Diözesan- und Bundesebene nieder.

2005
Am 31. Juli verstirbt unsere langjährige Vorsitzende, Änne Müller, im Alter von 92 Jahren. Sie war 20 Jahre Vorstandsmitglied. Während dieser Zeit übernahm sie von 1977 -  1986 das Amt der ersten Vorsitzenden.

Am 01.09.2005 öffnet der Beratungsladen BeLa in der Osterstraße 53, in Bocholt. Zur Einweihungsfeier kommen der Landrat, der Bürgermeister, die Pastöre der Gemeinden, Ehrenamtliche und unsere Netzwerkpartner. Die Segnung der Räume nehmen der Geistliche Beirat ,Karl-Heinz Wielens, und der Pastor von der Gemeinde Liebfrauen ,Dr. Klaus Winterkamp vor.

Am 10. September erhält der SkF Bocholt den Erlös der Veranstaltung im Stadttheater Bocholt, anlässlich der Verleihung  des nordrhein-westfälischen Kleinkunstpreises an Urban Priol, in Höhe von 11.500 € für das innovative niederschwellige Projekt „Beratungsladen &Café – BeLa“.

Im Oktober bietet der SkF erstmalig im Rahmen des Fachdienstes Sexualpädagogik neben den Projekten „hautnah“ und „Elternpraktikum“ Sexualberatung an.

2006
In der ersten Jahreshälfte gelingt es uns rund 60 Frauen für ein Ehrenamt im BeLa zu gewinnen. Die Frauen sind im Service, in der Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund und dem Konversationskurs für Frauen mit Migrationshintergrund tätig. Die Mitarbeiterin des BeLas führt mit der Geschäftsführerin halbtägige Schulungsveranstaltungen für die Ehrenamtlichen durch. Inhalte dieser Schulungen sind Gesprächsführung, Konfliktsituationen und ganz praktische Handlungs- und Arbeitsabläufe. im Cafébetrieb. Darüber hinaus wird der Sozialdienst katholischer Frauen, insbesondere der Ortsverein Bocholt, vorgestellt.

Das Bistum Münster feiert „1200 Jahre Bistum Münster“.

Der Geschäftsbesorgungsvertrag mit dem SkF Kleve endet zum 30. Juni. Die Kooperationsvereinbarung im Hinblick auf die gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle bleibt weiter bestehen.

Im Sommer wird das Erscheinungsbild des Öffentlichkeitsmaterials überarbeitet.

Ab August bietet der Betreuungsverein Vorsorgevollmachtsberatung an.

Im Herbst findet der Bocholter Lesewinter erstmalig im BeLa statt. Hierbei handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Kulturamt der Stadt Bocholt, der Stadtbücherei der Stadt Bocholt, dem Bocholter Borkener Volksblatt, der Buchhandlung Böckenhoff & Honsel und dem Sozialdienst katholischer Frauen Bocholt e. V. An jedem Leseabend stellen vier Bocholter BürgerInnen ihr Lieblingsbuch vor.

Am 15. Dezember verstirbt im Alter von 84 Jahren unsere langjährige, in der Verwaltung tätige Mitarbeiterin, Mechthild Dähling, geborene Blume.

2007
Ab Januar wird die Trauerberatung durch Irene Schröer ehrenamtlich angeboten.

Im Ambulant betreuten Wohnen für psychisch kranke Frauen und Männer beginnt die Umstellung von der Tagessatzfinanzierung hin zur Fachleistungsstundenabrechnung.

Am 06. April verstirbt unsere langjährige Vorsitzende Gertrud Schlensok.

Die Angebote im Beratungsladen & Café – BeLa werden etabliert und der Gesamtverein strukturiert sich um, da alle Fachdienste ein gewisses Stundenkontingent in den BeLa einbringen müssen. Folgende Angebote werden im Beratungsladen fest etabliert: Gruppe Hoffnung (ZAK), Gruppe LichtBlick, Sonntagsbrunch, Offenes Singen, Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund und Konversationskurs für Frauen mit Migrationshintergrund.

Im November finden Vorstandswahlen statt. Brigitte Benning steht für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung. Es werden Maria Schröer, Rafaele Bollmann und Elke Held in den Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernimmt Maria Schröer.

2008
Im Sommer suchen wir Räume für die Schwangerschaftsberatung und einen Babykorb in Borken. Am 15. Oktober wird die Arbeit in den neuen Räumen, Brinkstraße 36, 46325 Borken aufgenommen.

2009
Am 18. Januar findet der erste SkF-Neujahrsempfang im Pfarrheim St. Georg statt. Festredner ist der erste Stadtrat Thomas Waschki.

Am 25. Februar verstirbt unsere langjährige Mitarbeiterin Elisabeth Alff im Alter von 95 Jahren. Sie war 20 Jahre in unserem Verein als Sozialarbeiterin in der Allgemeinen Sozialberatung und im Adoptions- und Pflegekinderdienst tätig.

Am 03. Juni wird die neue Beratungsstelle in Borken mit angeschlossenen Babykorb eingeweiht. Probst Wilfried Theising weiht die neuen Räume im Rahmen eines kleinen Festaktes ein. Er bezeichnet das Angebot des Babykorbs in seiner Ansprache als „Umschlagsplatz der Nächstenliebe“.

Im Herbst wird Doris Kuhmann als kooptiertes Mitglied in den Vorstand aufgenommen.

2010
Ab dem 01. März ist der SkF Bocholt einer der 19 Trägervereine des bundesweiten SkF-Angebotes Gewaltlos.de. Hierbei handelt es sich um eine niederschwellige Chatberatung für Mädchen und Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind.

Im April erscheint im C. H. Beck-Verlag München das Standartwerk für Laien „Praxiswissen Betreuungsrecht“. In diesem praxisorientierten Buch für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer werden mehrere Artikel von Angelika Nordmann-Engin und Sanna Zachej veröffentlicht.

Das Konzept für eine Suppenküche wird ab Sommer 2010 erstellt. Der Projektname lautet „EinGangMenü“ und soll wie der BeLa für alle Menschen in Bocholt und Umgebung nutzbar sein.

Im September feiert der Beratungsladen – BeLa – seinen5-jährigen Geburtstag. Es kommen zahlreiche geladene Gäste. So auch Bürgermeister Peter Nebelo, welcher in seiner Ansprache feststellt, dass der BeLa als niederschwelliges Beratungsangebot in Bocholt  nicht mehr wegzudenken ist. Am Nachmittag des „Geburtstages“ besuchen uns viele Gäste und feiern mit uns.

Im Oktober findet der Gesprächskreis der Frauenselbsthilfe nach Krebs das erste Mal in den Räumlichkeiten des SkF in der Crispinusstraße. 9 statt.

Die Mitgliederversammlung wählt am 08. Dezember einen neuen Vorstand. Maria Schröer steht für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung und scheidet aus der Vorstandstätigkeit aus. Neue Vorsitzende wird Elke Held. Weitere Vorstandsmitglieder sind Rafaele Bollmann und Doris Kuhmann.

Weiterhin beschließt die Mitgliederversammlung die neue Ortsvereinssatzung, wonach die Geschäftsführerin Angelika Nordmann-Engin im internen Innenverhältnis Mitglied des Vorstandes nach § 26 BGB wird.

Im Dezember erteilt der Kreis Borken dem SkF Bocholt die Berechtigung sich Kontakt- und Beratungsstelle zu nennen. Anmietung der Räumlichkeiten am Schonenberg 6 in Bocholt für die Kontakt- und Beratungsstelle - KUB.

2011
Im Januar wird mit den Renovierungsarbeiten in den Räumen am Schonenberg 6 begonnen.

Am 11. Februar wird die langjährige Vorsitzende Maria Schröer im Rahmen des jährlich stattfindenden SkF-Neujahrsempfangs verabschiedet. Ulla Dietz, Mitglied des Bundesvorstandes, zeichnet sie für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem SkF-Kristall aus.

Im März startet der SkF ein Projekt „Mit mir nicht“, welches bei Grundschülern zur Prävention vor sexuellem Missbrauch beitragen will.

Die Suppenküche „EinGangMenü“  eröffnet am 01. April 2011. Die Angebote der Kontakt- und Beratungsstelle finden ab April im BeLa und im EinGangMenü statt.

Im Juni wird die Geschäftsführerin des SkF Bocholt, Angelika Nordmann-Engin, auf der Delegiertenversammlung des Sozialdienstes katholischer Frauen in den Bundesvorstand gewählt.

2012
Am 20. Januar stellen wir unseren Gästen, im Rahmen des Neujahrsempfangs, das Angebot Gewaltlos.de vor. Den Vortrag hält Lydia Ossmann, Referentin für die Ortsverbände SKM und SkF für die Erzdiözese Köln.

Am 11. September wird der Babykorb in Gescher, Hofstraße 71 eröffnet und eingeweiht. Hierbei handelt es sich um eine Kooperation des Sozialdienstes katholischer Frauen Bocholt und der Kirchengemeinde St. Pankratius und St. Marien in Gescher. Herr Pastor Udo Diepenbrock segnet die Räumlichkeiten.

Im Dezember besucht Angelika Nordmann-Engin Luise Werhan, geborene Erling eine Enkelin unserer Vereinsgründerin, Agnes Fischer. Frau Werhan lebt in Neuss und hat in den Kriegsjahren bei ihrer Großmutter in Bocholt gelebt.

Zum 31. Dezember sind 33 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und 1 Mitarbeiter im SkF tätig. Sie werden von 362 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt.